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Inhaltliche Schwerpunkte

„Wir haben Demokratie erst lernen müssen und wissen, wie gefährdet sie ist.“ (Katrin Göring-Eckardt, ehemalige Vizepräsidentin des Bundestages, Präses der EKD).


Das Zitat bezogen auf die Situation der ehemaligen Bürger der DDR nach der friedlichen Revolution 1989 kann sinngemäß rück übertragen werden.
Als am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands der Krieg in Europa zu Ende ging, übernahmen die vier Alliierten die administrative Gewalt über das zerstörte Deutschland. Jeder dieser Oberbefehlshaber versuchte seine politischen Ziele umzusetzen. Schon nach kurzer Zeit stellte man fest, dass in der SBZ ein anderes Demokratie-Verständnis zu erkennen war, als in den drei westlichen Zonen.
Die Westalliierten übertrugen in ihren Besatzungszonen von 1945 an bis zur Verabschiedung des GG zunehmende Aufgaben der Selbstverwaltung den sich neu bildenden Organen und Parteien.
Am 1. Juli 1948 beauftragten die Oberbefehlshaber der Westalliierten die Ministerpräsidenten der 10 westdeutschen Länder, eine verfassungsgebende Versammlung zum 1. September 1948 für einen vorläufigen westdeutschen Teilstaat einzuberufen.
Ihre Motivation erwuchs aus der Tatsache, dass der Krieg neben millionenfachem Tod, der Zerstörung unzähliger Wohnungen, der wirtschaftlichen Lebensgrundlagen, dem Elend von Vertreibung, den moralischen Ruin verursacht durch das Regime des Nationalsozialismus verdeutlichte.
Am 8. Mai 1949 wird das Ergebnis der Arbeit vom Parlamentarischen Rat beschlossen und am 23. Mai 1949 (Verfassungstag) trat es in Kraft.
In arbeitsteiliger Gruppenarbeit zu erarbeitende Teilaspekte:

»»Demokratisierungsvorgaben der Westalliierten (z. B. Proklamationen, Verfassung der Westalliierten)
»»Die Macher/Schöpfer des Grundgesetzes
»»Das Grundgesetz als Provisorium, Ziel staatliche Einheit (Präambel, GG Art. 23 )
»»Historische Wurzeln: 1848, Weimarer Verfassung
»»Rechts- und Sozialstaatsprinzip
»»Grundrechtskatalog: Abschaffung der Todesstrafe; Menschenwürde
»»„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ (GG Art. 20)
»»Die „wehrhafte“ Demokratie
»»Die „Bürger“ und „ihr“ Grundgesetz
 

Unterrichtsmaterialien:
(Aufwand der Materialien, je nach Dauer der Unterrichtzeit bzw. Seminars)
AB – für Schüler Arbeitsunterlagen: GG
Von der Paulskirche zum Grundgesetz
Arbeitsblätter sollen zu einem Arbeitsheft über dieses Thema zusammengefügt werden.
Bibliothek / themenbezogene Handapparate stehen jedem Teilnehmer zum
Recherchieren zur Verfügung
 

Teilnehmer/-innen Schulklassen ab 10. Klasse Sek. I und Sek. II
Dauer 2 – 5 Stunden
Kosten pro Schüler 2,00 € + 25,00 € (Führung) + AB 2,50 € (Kopien)
 

Seminarkosten 40,00 €
Tagesseminar Gesamtkosten incl. Verpflegung pro Schüler 10,00 €
Treffpunkt Gedenkstätteneingang/Seminarräume
Kinobesuch Kostenfrei